Finanzen verstehen: Zinseszins. Begriffsklärung, Beispiele und Anlagemöglichkeiten

Die Finanzwelt einfach erklärt - der Zinseszins

Die meisten Menschen beschäftigen nach der Schulzeit nicht mehr täglich mit Themen wie Zinsberechnung und Flächenberechnung. Wenn diese Art der Mathematik nicht Teil des späteren Berufs ist, gerät so einiges in Vergessenheit. Dabei ist ein Grundverständnis für mathematische Themen im täglichen Leben sehr hilfreich. Die ist zum Beispiel der Fall, wenn man sich selbstständig macht, ein Grundstück kauft oder ein Haus baut.

Irgendwann stößt man als junger Mensch auf einen Themenbereich, der einem aus der Schulzeit bekannt vorkommt. Nach so langer Zeit kann man aber nichts mehr damit anfangen. So geht es vielen bei dem Thema Zinseszins. Gehört hat das Wort wohl jeder schon mal, aber was es genau ist und wie er zustande kommt, da kommt dann schon die erste Unsicherheit auf. Mit diesem kurzen Artikel möchten wir etwas Licht ins Dunkel der Finanzwelt bringen. Das Ziel ist es, die Thematik des Zinseszinses einfach erklären. Online stehen natürlich zahlreiche Zinseszinsrechner kostenlos zur Verfügung. Dennoch ist es hilfreich, das Prinzip dahinter zu verstehen.

Was Sind Zinseszinsen UND Der Zinseszinseffekt?

Der Begriff Zinseszins ist grundsätzlich einfach erklärt: Es handelt sich dabei um Zinsen, die man auf die Zinsen erhält. Die Zinseszinsen führen dazu, dass sich angelegtes Geld von selbst vermehrt, ohne dass man etwas dafür tun muss. Am besten lässt sich dies mit einem sehr vereinfachten Rechenbeispiel zeigen:

Du legst 10.000 € für ein Jahr zu einem Zinssatz von 5 % an. Am Ende des Jahres hast du dank der Zinsen 500 € mehr auf dem Konto. Dieses zusätzliche Geld könnte man nun abheben und ausgeben. Im nächsten Jahr würden die angelegten 10.000 € wieder 500 € extra abwerfen. Noch schlauer wäre es aber, den Zinseszins zu nutzen und die 500 €, die mit den Zinsen verdient wurden, angelegt zu lassen. So bekommst du im nächsten Jahr Zinsen für die 10.000 € und Zinseszinsen für die 500 €. So zieht man einen doppelten Vorteil aus den Zinsen. Dieser Vorgang wird Zinseszinseffekt genannt.

Wann Ist Der Zinseszins Von Bedeutung?

Geldanlagen sind nach wie vor ein großes Thema, auch bei der jüngeren Generation. Schließlich möchte man für das Alter ausgesorgt haben. Niedrige Zinssätze machen es immer schwieriger, mit der bloßen Anlage von Geld sein Kapital zu vermehren. Hier kann man sich den Zinseszinseffekt klug zunutze machen. Dabei ist es jedoch wichtig, einige wichtige Eckpunkt zu beachten.

· Der Zinseszinseffekt ist erst bei mittel- und langfristigen Anlagen ab 10 Jahren bemerkbar.

· Bei thesaurierenden Anlagen werden Erträge automatisch wieder angelegt.

· Den Zinseszinseffekt kann man auch bei Anlagen an der Börse und bei Aktien nutzen.

Informieren, Rechnen UND Das Meiste Aus Seinem Geld Herausholen

Wie schon siehst, ist der Zinseszins nichts für Leute, die ihr Geld nur kurzfristig anlegen wollen. Denn der gewünschte Effekt des magischen Wachstums ist erst nach einigen Jahren richtig bemerkbar. Albert Einstein soll den Zinseszinseffekt sogar einmal als das „achte Weltwunder“ bezeichnet haben. Dabei handelt es sich dabei in keinem Fall um ein Wunder. Es ist schlicht und einfach exponentielles Wachstum, das jeder zu seinem Vorteil nutzen kann. Man muss sich nur etwas informieren und eine kleine Rechenaufgabe in Angriff nehmen.

-- ZylaCourtney - 03 Jul 2021
Topic revision: r1 - 03 Jul 2021, ZylaCourtney
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